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EEWärmeG passt nicht zu Kurzergebnis

Verfasst: 16. Juli 2019, 12:18
von Steffen Haase
Sehr geehrter Herr Obermüller,

bei meinem aktuellen Nichtwohngebäude, das ich gerade rechne, ergeben sich in den Kurzergebnissen plausible Werte für den End- und Primärenergiebedarf der Heizung und der raumlufttechnischen Heizfunktion.
Die benötigte Endenergie für die RLT-Heizfunktion beträgt ca. 10.500 kWh/a, der Endenergiebedarf für die Heizung ca. 174.500 kWh/a.
Im Nachweis nach EEWärmeG liegt der Wärmeenergiebedarf für Heizung, Kühlung und Warmwasser bei ca. 353.500 kWh/a. Dieser teilt sich auf in ca. 167.000 kWh/a für die statische Heizung und ca. 186.000 kWh/a für die Heizung der RLT. Warmwasser und Kühlung sind in diesem Gebäude nicht vorhanden. Ich vermute, dass bei dieser Berechnung nach EEWärmeG der Anteil statische Heizung und Heizung RLT aufaddiert und als Summe für Heizung RLT ausgegeben wird. Dadurch wird der Heizwärmebedarf etwa verdoppelt.

Ich bitte Sie dies zu überprüfen.


m.f.G.
Steffen Haase

Re: EEWärmeG passt nicht zu Kurzergebnis

Verfasst: 16. Juli 2019, 12:22
von Andreas Obermüller
Es könnte sein, dass Sie den Anteil der WRG nicht berücksichtigt haben. Für die Ermittlung im EEWärmeG wird das Gebäude (gemäß DIN 18599 Beiblatt 2) zunächst intern ohne WRG gerechnet, da die WRG ja selber schon eine Erfüllung des EEwärmeG darstellt. Dadurch wird der Wärmeenergeianteil entsprechend höher. Ein Fehler diesbezüglich im IBP-Kernel ist mir nicht bekannt. Wenn Sie weiterhin einen Fehler vermuten, dann bitte ich um Zusendung des betreffenden Projektes. Vielen Dank!

Re: EEWärmeG passt nicht zu Kurzergebnis

Verfasst: 29. Juli 2019, 10:46
von Steffen Haase
Danke Herr Obermüller, den Haken des Punkt VII "Maßnahmen zur Einsparung von Energie" hatte ich nicht gesetzt. Dadurch hat trotz vollständiger Versorgung des Gebäudes mit regenerativer Nahwärme und großer PV-Anlage der Anteil der regenerativen Energien nicht ausgereicht. Jetzt ist mir das klar.