tatsächlicher Ölverbrauch viel geringer, hohe eP...

Allgemeine Fragen zur EnEV und zu den Nachweisen der KfW
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faser
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tatsächlicher Ölverbrauch viel geringer, hohe eP...

#1 Beitrag von faser »

Hallo zusammen,

ich weiß auch nicht, laut Verbrauchserfasung wird für die Beheizungs eines Fertighauses aus den späten 70er Jahren mit einer Ölheizung von 1990 ca. 2000 l Öl pro Jahr vebraucht.
Bei der Berechnung kommt aber einer Endenergiebdarf von über 35.000 kwh/a heraus... wozu die hohe errechnete Anlagenaufwandszahl von ca. 1,8 'ne ganze Menge mit beiträgt. 1.400 l Heizöl allein für Anlagenverluste... Nach der "Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung im Wohngebäudebestand Vom 30. Juli 2009" würde man so 1,45 ansetzen (bei fester eP erscheint dann kein Qe in den Kurzergebnissen...) ... aber auch dann käme bei der Berechnung noch immer rund 30% mehr raus als was offenbar tatsächlich verbraucht wird

Kennt jemand solche Fälle aus der Praxis?
An was kann die hohe Diskrepanz zwischen Berechnung und tatsächlichem Verbrauch liegen? (falsche Aufzeichnungen...? wahnsinnige Sparsamkeit? spezielles Nutzerverhalten...? oder Fehler in der Berechnung... (habe schon viel geprüft...)?
Was sind gewöhnliche Werte für solche Fertighäuschen mit 500 - 600 m³ Ve?

Für Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung bräuchte ich doch eine stimmige Ausgangslage in Praxis und Theorie...

Andreas Obermüller
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Re: tatsächlicher Ölverbrauch viel geringer, hohe eP...

#2 Beitrag von Andreas Obermüller »

Generell ist es "normal", dass der berechnete Bedarf höher liegt als der Verbrauch. 50% sind da keine Seltenheit nach meiner Erfahrung. Ihr Fall ist sicher relativ extrem. Es kann alle genannten Ursachen haben, wobei ein Rechenfehler im Programm sehr unwahscheinlich ist. Die häufigsten Gründe sind m. E. eine zu knappe Verbrauchserfassung (z. B. laufen im Gebäude auch noch elektrische Zusatzheizungern) und eine hohe Sparsamkeit. Auch ist die Berechnung (U-Werte, Innentemperatur usw.) generell auf der sicheren Seite. Für eine Energieberatung kann man den "Korrekturfaktor" bei der Ökonomie einschalten, dann werden die errechneten Einsparungen auf den tatsächlichen Verbrauch umgerechnet. Vielleicht können Sie ja über ein paar Parameter die Anlagenaufwandszahl noch reduzieren. (Der Wert in den Tabellen lässt sich auch mit dem Programm errechnen, wenn die Randbedingungen gleich sind.)

Andreas Obermüller

faser
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Re: tatsächlicher Ölverbrauch viel geringer, hohe eP...

#3 Beitrag von faser »

...jetzt geht die Frage doch noch über zur Prgrammbedienung:
Beim Versuch die eP kleiner zu bekommen habe ich jetzt die Anzahl der beheizten Geschosse reduziert ... in der Meinung, dass sich dadurch die Leitungslängen verkürzen... ist aber nicht so...
(Der Dachboden liegt zwar innerhalb der beheizten Hülle liegt, es befinden sich aber dort keine Heizkörper ... habe freie Berechnung gewählt, Zone mit niedrigerer Temparatur angelegt und Dämmung zum Dachboden berücksichtigt.)

Läuft da was falsch in meiner Theorie?

Andreas Obermüller
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Re: tatsächlicher Ölverbrauch viel geringer, hohe eP...

#4 Beitrag von Andreas Obermüller »

Die Anzahl der Geschosse spielt bei der Standard-Leitungslänge in der DIN 4701-10 keine Rolle. (Tabelle 5.1-2; Werte hängen nur von An ab) In der DIN 18599 würde diese schon u. U. eine Rolle spielen.

Andreas Obermüller

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